Monatliches Amazon Update – Juli 2019

Veröffentlicht am 07.08.2019

Amazon Info

Amazon liefert in den USA seine Pakete zu 48 Prozent selbst aus. Die andere Hälfte teilen sich die US Post (33 Prozent), UPS (16,5 Prozent) und FedEx (1,5 Prozent). Die Daten stammen von Rakuten Intelligence, aus der Überwachung von mehreren Millionen Amazon-Paketnummern. Mit hoher Wahrscheinlichkeit ist die selbe Entwicklung auch in Deutschland zu erwarten: Der größere Marktanteil Amazons im deutschen E-Commerce im Vergleich zu den USA (ca. 50% vs. 20%) sowie die Tatsache, dass immer mehr Händler mit Amazon versenden, spricht dafür. Link

Nach seiner 700 Millionen US-Dollar Investitionsrunde in das amerikanische Elektrofahrzeug-Startup Rivian ist eine Übernahme durch Amazon sehr wahrscheinlich. Rivian wird als ernster Konkurrent im Bereich der Elektromobilität gehandelt und könnte mit autonomen Elektrofahrzeugen eine Rolle in der Zukunft von Amazon Logistics spielen.  Link

Marketing-Entwicklungen

Die Sperrung der vielzähligen Händlerkonten von Juni aufgrund von mutmaßlichen Fake-Reviews hält weiter an: Amazon reagiere untypisch wortkarg gegenüber betroffenen Händlern und ginge auch nicht auf eingereichte Maßnahmepläne ein. Ebenso sollen die Sperrungen auch einige unschuldige Händler getroffen haben. Link

Datensammlung: zum Prime Day 2019 bot Amazon Kunden in den USA einen Gutschein über 10 US-Dollar an, wenn diese sich über das Browser-Tool „Amazon Assistant“ beim Shoppen beobachten ließen. Die Daten über aufgerufene Seiten und die dortige Aktivität der Nutzer dürfte Amazon wichtige Insights für besseres Marketing und Werbe-Targeting verschaffen. Link

Nach der Frist von letztem Herbst, dass Vendoren kleinere und umweltfreundlichere Verpackungen einführen müssen, gilt nun ein 2-Dollar-Zuschlag für diejenigen, die keine Umstellung vornahmen. Laut Wall Street Journal konnte durch diese Maßnahme von einigen Unternehmen bereits sehr viel Platz und Material eingespart werden. Link

Studien-Insights

Laut einer Studie des IFH kaufen 94% der deutschen Online-Shopper über Amazon ein und mit 17,3 Millionen deutschen Prime-Kunden ist mehr als jeder dritte Mitglied. Das besondere Ergebnis der Studie: Kunden wären bereit, allein für die Nutzung von Amazon monatlich sieben bis zwölf Euro zu bezahlen. Die Unverzichtbarkeit und Unabhängigkeit der Plattform animiere die Kunden zu mehr Käufen, die sie sonst nicht getätigt hätten. Link

Urteile

Laut einem Beschluss der EU-Kommission ist es rechtswidrig, dass Händler, die lizenzierte Produkte verkaufen, daran gehindert werden können, Produkte in einem anderen Land zu verkaufen. Wegen dieser Praktik wird der „Hello-Kitty“ Rechteinhaber Sanrio zu einer Strafe von 6,2 Millionen Euro verurteilt, da dieser den grenzüberschreitenden Verkauf von „Hello-Kitty“-Produkten im  EU-Wirtschaftsraum verboten hatte. Link

Auf Druck des Bundeskartellamts ändert Amazon seinen Umgang mit Händlern, die über „Amazon Marktplätze“ verkaufen. Nach zahlreichen Beschwerden muss Amazon ihnen nun deutlicher entgegenkommen: Vorgaben zu Haftung, beispielsweise bei kaputten Produkten, wurden umformuliert und gehen nicht mehr großteilig zu Lasten der Händler. Ebenso wurde das sofortige Kündigungsrecht von Seiten Amazons aufgehoben: Nun gilt eine 30-Tage Frist. Unter bestimmten Voraussetzungen können Händler nun auch in Deutschland gegen Amazon klagen und müssen nicht mehr nach Luxemburg. Link

Ein Urteil des Bundesgerichtshofs untersagt Amazon, mit Markennamen auf Angebote von Konkurrenten zu locken. Der Hersteller „Ortlieb“, der nicht auf Amazon verkauft,  wehrte sich dagegen, dass bei Suchanfragen mit dem Markennamen Kunden zu Konkurrenzprodukten geführt wurden.  Laut BGH-Urteil werde dadurch das Markenrecht verletzt. Die Ausbeutung eines Markennamens als „Lotse“ sei demnach zu unterlassen. Link


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