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Amazon Backend-Keywords: Bedeutung und Optimierung
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Amazon Backend-Keywords: Bedeutung und Optimierung

Amazon Backend-Keywords sind unsichtbar, aber wichtig für relevante Suchanfragen und organische Sichtbarkeit. Dieser Guide zeigt, wie Marken Search Terms recherchieren, auswählen und pflegen.

Alisa Hürtgen
Alisa Hürtgen
24. Sept. 2021
21. Juli 2026
5 Min. Lesezeit

Während Titel, Bullet Points und Produktbeschreibung die sichtbaren Informationen eines Listings abbilden, schließen Amazon Backend-Keywords gezielt Keyword-Lücken. Sie eignen sich für relevante Synonyme, alternative Bezeichnungen, Abkürzungen und Schreibvarianten, die im sichtbaren Content keinen natürlichen Platz finden, aber für die Auffindbarkeit des Produkts wichtig sein können.

Key Takeaways
  • Amazon Backend-Keywords sind nicht sichtbare Suchbegriffe, die im Backend eines Listings hinterlegt werden.
  • Sie eignen sich für relevante Synonyme, alternative Bezeichnungen, Abkürzungen und Schreibvarianten.
  • Wiederholungen, ASINs, Markenbegriffe, subjektive Claims und temporäre Aussagen gehören nicht in die Backend-Keywords.
  • Der verfügbare Platz ist begrenzt. Amazon verweist auf eine Längenbegrenzung von 250 Zeichen; operativ sollte bei Sonderzeichen und Umlauten weiterhin auf Bytes geachtet werden.
  • A+ Bildbeschreibungen sollten nicht als Keyword-Ablage genutzt werden, sondern als beschreibender Alt-Text für Kund*innen mit Screenreader.

Grundlagen: Wie ist Amazon SEO aufgebaut?

Amazon SEO hat das Ziel, Produktdetailseiten für relevante Suchanfragen sichtbar zu machen und Kund*innen möglichst schnell zum passenden Produkt zu führen. Dafür analysiert Amazon verschiedene Informationen eines Listings: sichtbare Inhalte wie Titel, Bullet Points, Produktbeschreibung und Attribute, aber auch nicht sichtbare Felder wie die Backend-Keywords.

Die wichtigsten und direkt kaufrelevanten Suchbegriffe sollten im sichtbaren Content stehen. Sie helfen nicht nur Amazon bei der Einordnung des Produkts, sondern auch Kund*innen bei der Kaufentscheidung. Backend-Keywords ergänzen diese sichtbaren Inhalte um relevante Begriffe, die nicht natürlich in Titel oder Bullet Points passen — zum Beispiel Synonyme, alternative Bezeichnungen, Abkürzungen oder gängige Schreibvarianten.

Damit sind Amazon Backend-Keywords kein Ersatz für gut optimierten Frontend-Content, sondern ein zusätzlicher Baustein der Amazon-SEO-Strategie. Sie helfen, Keyword-Lücken zu schließen, ohne das sichtbare Listing mit Begriffen zu überladen.

Was sind Amazon Backend-Keywords?

Amazon Backend-Keywords sind Suchbegriffe, die im Backend eines Produktlistings hinterlegt werden. Kund*innen sehen diese Begriffe nicht auf der Produktdetailseite. Für Amazon können sie dennoch hilfreich sein, um die Relevanz eines Produkts für bestimmte Suchanfragen besser einzuordnen.

Wichtig!

Backend-Keywords sind kein Ort für beliebige Suchbegriffe mit hohem Suchvolumen. Sie sollten immer relevant für das Produkt sein. Irrelevante Begriffe können dazu führen, dass das Produkt zwar für zusätzliche Suchanfragen erscheint, Kund*innen aber nicht klicken oder nicht kaufen. Das kann CTR und Conversion negativ beeinflussen.

Ein Beispiel:
Wenn Kund*innen nach „Salatbesteck Holz“ suchen, kann ein Salatbesteck aus Bambus relevant sein, sofern Bambus als Material korrekt zum Produkt passt. Das Backend sollte aber nicht genutzt werden, um falsche Materialien, falsche Größen oder nicht zutreffende Eigenschaften zu hinterlegen.

Im Vendor und Seller Central können Amazon Backend-Keywords im Katalog beziehungsweise in den Produktdetails unter „Suchbegriffe“, „Search Terms“ oder ähnlichen Feldbezeichnungen gepflegt werden. Die genaue Benennung kann je nach Account, Marktplatz und Oberfläche variieren.

Amazon empfiehlt für Search Terms unter anderem Synonyme, Abkürzungen, alternative Namen und Schreibvarianten. Gleichzeitig sollen Wörter nicht wiederholt und verbotene Begriffe vermieden werden.

In unserem Content-Management-System Remdash haben wir ein eigenes Feld für die Backend-Suchbegriffe, in dem die Bytes automatisch gezählt werden.

Backend-Keywords in Remdash

Amazon Backend-Keywords Bytes: Wie viel Platz steht zur Verfügung?

Für Amazon Backend-Keywords steht nur begrenzter Platz zur Verfügung. In aktuellen Amazon-Hinweisen wird eine Längenbegrenzung von 250 Zeichen genannt. In der operativen Optimierung bleibt der Blick auf Bytes dennoch wichtig, weil Sonderzeichen, Umlaute oder bestimmte Zeichenkombinationen mehr Platz einnehmen können als einfache Buchstaben.

Deshalb empfiehlt es sich, Backend-Keywords möglichst kompakt zu halten:

  • keine Wiederholungen
  • keine Füllwörter
  • keine unnötigen Satzzeichen
  • keine Begriffe, die bereits ausreichend im sichtbaren Listing abgedeckt sind
  • keine irrelevanten Varianten

Die einzelnen Suchbegriffe müssen nicht mit Kommas getrennt werden. Leerzeichen reichen aus. Groß- und Kleinschreibung ist in der Regel nicht entscheidend, weshalb Begriffe grundsätzlich klein geschrieben werden können.

How to: Amazon Backend-Keywords optimieren

Backend-Keywords werden auf die gleiche Weise gesucht wie auch die Frontend-Keywords: Es gibt viele kostenlose und kostenpflichtige Keyword-Tools, die auch für die Amazon-Optimierung geeignet sind. Zusätzlich gibt es noch “Brand Analytics”, welches im Vendor sowie Seller Central unter “Berichte” zu finden ist. Brand Analytics hat den Vorteil, dass hier Daten von Amazon genutzt werden. Auch Reports wie Search Query Performance oder Advertising Search Term können hilfreich sein.

Backend-Keywords sollten nicht als Sammelbecken für alle gefundenen Keywords verstanden werden. Ziel ist, die Lücken zu schließen, die in Titel, Bullet Points, Produktbeschreibung und Attributen nicht sinnvoll abgedeckt werden können.

Folgende Begriffe eignen sich als Amazon Backend Keywords:

  • Populäre Schreibfehler bei schwierigen Wörtern, bspw. gibt es für “Vakuumierer” und “Sous Vide” viele Varianten (siehe Foto)
  • Populäre Worttrennungsfehler (z.B. wenn “Foot Care” der offizielle Name ist, “Footcare” in die Backend Keywords)
  • Longtail Keywords (z.B. “Wasserkocher mit Temperatureinstellung”)
  • Verwandte Begriffe
  • Materialien, Größen
  • Abkürzungen

Die Amazon-Suchanfragen für ein Vakuumiergerät umfassen viele falsch geschriebene Begriffe.

Folgende Begriffe müssen nicht in die Amazon Backend-Keywords aufgenommen werden (und nehmen nur Platz weg):

  • Der Plural, wenn schon der Singular im Content vorkommt
  • Sehr geringfügige Schreibfehler. Diese werden bereits von Amazon korrigiert, sodass beispielsweise für “Shnuller” Produkte für die Suchanfrage “Schnuller” angezeigt werden.
  • Präpositionen und Artikel
  • Satzzeichen
  • Wiederholungen

Amazon untersagt bestimmte Begriffe in Search Terms. Verstöße können dazu führen, dass ASINs ausgeblendet werden oder Maßnahmen gegen den Account erfolgen.

Folgende Begriffe dürfen nicht in die Amazon Backend-Keywords aufgenommen werden:

  • ASINs
  • Falsche, subjektive oder temporäre Claims (z.B “günstigstes” oder “im Angebot”)
  • Jegliche Markennamen
  • Beleidigende oder anstößige Begriffe
  • Irreführende Produktinformationen

Da der Amazon Algorithmus bei der Indexierung der Suchbegriffe jede Keyword-Gruppe für sich betrachtet, ist es sinnvoll, auch noch einmal Suchbegriffe zu den Backend-Keywords hinzuzufügen, die schon im Frontend stehen. Das ergibt besonders dann Sinn, wenn viele Adjektive eingesetzt werden, die meist mit den Haupt-Suchbegriffen zusammen gesucht werden.

Bereits hochgeladener Amazon-Content sollte regelmäßig optimiert werden – in diesem Zuge empfiehlt es sich, auch einen Blick auf die hinterlegten Backend-Keywords zu werfen.

Watch out!

Backend-Keywords sind kein versteckter Ort für Wettbewerbermarken, aggressive Claims oder irrelevante Suchbegriffe. Wer unzulässige Begriffe nutzt, riskiert nicht nur schlechte Performance, sondern auch die Ausblendung von ASINs oder Account-Maßnahmen.

Tipps für die Optimierung bereits bestehender Amazon Backend-Suchbegriffe:

  1. 01Sind die Keywords noch relevant?
  2. 02Gibt es Wiederholungen?
  3. 03Sind Plural und Singular gleichzeitig enthalten?
  4. 04Wurden relevante Zusammen- und Getrenntschreibungen berücksichtigt?
  5. 05Sind verbotene Begriffe enthalten?
  6. 06Sind neue Suchbegriffe aus Brand Analytics oder Advertising-Daten hinzugekommen?
  7. 07Ist die Byte- beziehungsweise Zeichenlänge eingehalten?

Frontend, Backend und Attribute: Welche Keywords gehören wohin?

BereichProdukttitel
Aufgabewichtigste, direkt kaufrelevante Begriffe
BereichProdukttitel
BeispieleProdukttyp, Marke, Hauptmerkmal
BereichBullet Points
AufgabeVorteile, Funktionen, Anwendung
BereichBullet Points
BeispieleMaterial, Nutzen, Kompatibilität
BereichProduktbeschreibung
Aufgabeergänzende Produktinformationen
BereichProduktbeschreibung
BeispieleDetails, Anwendung, Lieferumfang
BereichAttribute
Aufgabestrukturierte Produktdaten
BereichAttribute
BeispieleFarbe, Größe, Material, Zielgruppe
BereichBackend Search Terms
Aufgabenicht sichtbare relevante Ergänzungen
BereichBackend Search Terms
BeispieleSynonyme, Abkürzungen, Schreibvarianten
BereichA+ Content
AufgabeProduktverständnis und Markenwelt
BereichA+ Content
BeispieleAnwendung, Story, Vergleichstabellen

Exkurs: Backend-Keywords im A+ Inhaltsmanager

Nicht nur für den SEO-Content können im Vendor sowie Seller Central Amazon-Keywords eingetragen werden. Wird im A+ Inhaltsmanager ein Bild hinzugefügt, verlangt das System, dass “Bild-Keywords” hinterlegt werden. Da diese Keywords allerdings vom Amazon Algorithmus überhaupt nicht und vom Google Algorithmus nur sehr schlecht indexiert werden, bietet es sich an, diese Felder als Bildbeschreibungen für Sehbeeinträchtigte zu nutzen.

Nutzen sie ein Hilfsprogramm, liest dieses den hinterlegten Text vor und die betroffenen Kund*innen können sich vorstellen, was auf dem Bild dargestellt wird. Da weder die Bild-Keywords noch die Frontend-Texte im A+ Content von Amazon indexiert werden, entscheiden sich immer mehr Seller und Vendoren für “A+ Onepager”. Diese bestehen ausschließlich aus grafisch optimierten Bildern mit und ohne Text.

Alle Infos zu A+ Content und einen umfassenden Step-by-Step Guide gibt es auf unserem Blog.

Fazit: Wichtige Keywords im Amazon Backend

Amazon Backend-Keywords sind eine wertvolle Möglichkeit, alle Suchbegriffe mit hohem Suchvolumen und hoher Relevanz abzudecken, die sich aufgrund von Falschschreibungen, Regulationen oder nicht exakt passenden Informationen nicht für die Texte im Frontend eignen. Sie haben neben dem Titel, den Bullet Points und der Produktbeschreibung einen hohen Einfluss auf die organische Platzierung der Produkte auf der Suchergebnisseite. Wer Backend-Keywords optimiert, sollte besonders auf die Vorgaben von Amazon achten.

FAQ: Amazon Backend-Keywords

Amazon Backend-Keywords sind nicht sichtbare Suchbegriffe, die im Backend eines Produktlistings hinterlegt werden. Sie helfen Amazon dabei, Produkte für relevante Suchanfragen einzuordnen.

In der Praxis werden beide Begriffe häufig synonym verwendet. Amazon Search Terms ist die Feld- beziehungsweise Funktionsbezeichnung, Backend-Keywords ist die gängige SEO-Bezeichnung.

Der verfügbare Platz ist begrenzt. Amazon verweist auf eine Längenbegrenzung von 250 Zeichen. In der Praxis sollte besonders bei Umlauten und Sonderzeichen zusätzlich auf Bytes geachtet werden.

Nicht erlaubt sind unter anderem ASINs, eigene oder fremde Markennamen, temporäre Aussagen wie „neu“ oder „im Angebot“, subjektive Claims wie „beste“ oder „billigste“ sowie beleidigende Begriffe.

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