Amazon feiert Geburtstag

Amazon feiert Geburtstag! Der Online-Händler wird hierzulande 25 Jahre alt und präsentiert die beliebtesten Produkte aus dieser Zeit auf dem deutschen Markt. Global betrachtet gibt es einige Veränderungen, u. a. die Ausweitung des Programms “Amazon Transparency” und eine geplante Expansion nach Südafrika. Auch sonst ist im E-Commerce viel los: Wir schauen uns an, wie FireFox in Zukunft gefälschte Produktbewertungen erkennen will und wie Google in der Suchmaschine Bilder mithilfe von KI erzeugt. Die Amazon-News im Überblick:
25 Jahre Amazon.de: Das sind 25 der beliebtesten Produkte
Amazon Transparency soll Fälschungen verhindern
Ab 2024: Amazon in Südafrika
Neue Richtlinie für Amazon-Verkäufer:innen in Spanien
Weitere E-Commerce-News:
Black Friday: Kauflust größer als im Vorjahr
TikTok verkauft Anzeigen in den Suchergebnissen
Firefox testet Erkennung gefälschter Produktbewertungen
KI-Bilder aus der Google-Suche
Updates: Amazon Marktplatz
Nachdem die Funktion vor einiger Zeit deaktiviert wurde, ist es nun wieder möglich, Produktbewertungen auf Amazon zu schreiben, ohne das Produkt zu kaufen. Der einzige Unterschied im Vergleich zu Produktbewertungen von Käufer:innen des Produkts ist der fehlende Hinweis „Verifizierter Kauf“. Dies könnte ein wichtiges taktisches Update sein, insbesondere im Hinblick auf Produkteinführungen.
Auf dem UK Marktplatz werden in der Suchleiste nun auch Bilder angezeigt, die die Suche nach Produkttyp darstellen. Der erste Vorschlag wird dann in fettgedruckter Schrift hervorgehoben. Bisher haben wir dieses Feature nur auf Amazon UK beobachtet und es bleibt abzuwarten, ob es auch auf weiteren Marktplätzen verfügbar sein wird.
Laut einem Bericht des Wall Street Journal testet Amazon außerdem eine neue Funktion in seiner App namens „Buy Again“, die Benutzer:innen zu Wiederholungskäufen ermutigen soll. Diese Funktion scheint Teil der Strategie von Amazon zu sein, mit dem bestehenden Kundenstamm mehr Umsatz zu generieren. Der Feed „Buy Again“ wird auf der Startseite der App angezeigt und nutzt die Bestellhistorie der Kund:innen, um Empfehlungen bereitzustellen, insbesondere in Kategorien wie Lebensmittel und Elektronik.
Amazon hat angekündigt, ab dem 31.10.2023 deutlich mehr bei der Darstellung der Produktbilder mitzuwirken, indem diese so modifiziert werden, dass sie den Amazon-Anforderungen entsprechen. Das bedeutet: Titelbilder werden von Amazon bearbeitet und neu hochgeladen, wenn sie den Anforderungen nicht entsprechen. Verfügt ein Produkt über ein nicht konformes Hauptbild, aber über ein konformes unterstützendes Bild, wird dieses Bild als Hauptbild verwendet.
Zudem testet Amazon aktuell wieder den Liefertag für alle Bestellungen. Der Amazon-Liefertag, bei dem Kund:innen einen bestimmten Tag auswählen können, an dem alle Lieferungen gesammelt zugestellt werden, wird Berichten zufolge für Prime-Kund:innen getestet. Die Funktion war bereits vor ein paar Jahren auf dem Marktplatz zu sehen und scheint nun zurückzukommen. Für Amazon lassen sich durch gebündelte Zustellungen die Logistikkosten deutlich reduzieren.
Und es wird weiter in der App getestet: Mit „Consult A Friend“ ist es bald möglich, beim Shoppen Freunde oder Familienmitglieder nach Rat zu fragen. Unter der Teilen-Funktion soll die Option „Lass deine Freunde abstimmen – Ask for your friends’ votes“ verfügbar sein. Die App sendet dann eine Nachricht in einem bevorzugten Messenger ab, deren Antwort wieder beim nachgefragten Artikel auftaucht.
News: Amazon
25 Jahre Amazon.de: Das sind 25 der beliebtesten Produkte
Amazon gibt es seit 25 Jahren in Deutschland. Nun stellt der Marktplatzriese einige der Topseller vor, die Amazon Kund:innen in den letzten 25 Jahren am meisten geshoppt haben:
Neben diversen Haushaltsgeräten stechen u. a. Crocs und die Fifty Shades of Grey-Bücherreihe heraus.
Amazon Geräte wie Kindle, Echo und Fire-TV waren ebenfalls sehr beliebt.
Schlagersängerin Helene Fischer darf sich freuen: In den Top 25 der beliebtesten physischen Alben ist sie gleich dreimal vertreten.
Amazon Transparency soll Fälschungen verhindern
Amazon kündigt die Ausweitung seines Programms „Transparency“ an, um Produktfälschungen den Kampf anzusagen. Seit 2016 erhielten registrierte Unternehmen von Amazon serialisierte Barcodes, die auf dem Produkt oder dessen Verpackung angebracht werden mussten und auf die Echtheit hinweisen sollten.
Nun können Unternehmen, die ihre Produkte eigenständig mit Seriennummern versehen, diese bei Amazon Transparency anmelden und weiterverwenden.
Bei der Auslieferung kann dann sichergestellt werden, dass es sich um ein registriertes Produkt und nicht um eine Fälschung handelt.
Transparency ist in Europa in Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien und Großbritannien verfügbar.
Ab 2024: Amazon in Südafrika
Amazon kündigt an, im nächsten Jahr mit Amazon.co.za in Südafrika an den Start zu gehen.
Drittanbieter:innen, welche bereits 60 % des Umsatzes ausmachen, konnten sich vorab online registrieren, um sich u. a. mit Artikeln und Webinaren vorzubereiten.
Der südafrikanische Markt wird derzeit von Naspers‘ TakeAlot dominiert, Südafrikas größtem Online-Einzelhändler.
Neue Richtlinie für Amazon-Verkäufer:innen in Spanien
Für Drittanbieter:innen, die ihre Waren über Amazon in Spanien verkaufen, dort aber nicht ansässig sind, gibt es ab sofort Folgendes zu beachten:
Vor allem für Verpackungen, Batterien sowie Elektro- und Elektronikgeräte müssen sogenannte „Unique Identification Numbers“ an Amazon gemeldet werden.
Geschieht dies nicht, bezahlt Amazon die Umweltabgaben selbst, fordert sie aber von den Anbieter:innen zurück.
News: E-Commerce
Black Friday: Kauflust größer als im Vorjahr
Verbraucher:innen wollen wieder mehr Geld am Black Friday ausgeben. Laut einer Umfrage von Shopify haben 73 % in den letzten Monaten mehr gespart als im Jahr zuvor – aber: 69 % geben an, am Wochenende zwischen Black Friday und Cyber Monday mehr Geld ausgeben zu wollen als im Vorjahr.
Zwei Drittel der Befragten gaben an, dass sie beim Einkaufen auch KI nutzen werden, um Preise und Produkte zu vergleichen.
Parallel zur gestiegenen Kauflaune wird aber auch Kritik am Black Friday laut: Vor allem jüngere Onlineshopper:innen haben Bedenken, ob das Event in Zeiten von Klimakrise und übermäßigem Konsum noch zeitgemäß sei.
TikTok verkauft Anzeigen in den Suchergebnissen
Mit „TikTok Search Ads“ bietet TikTok nun die Möglichkeit, Anzeigen in den Suchergebnissen zu schalten.
Die Anzeigen sind als „Sponsored“-Inhalte gekennzeichnet.
Sie werden Benutzer:innen nach Relevanz des Suchbegriffs und Verhaltensanalysen in den Ergebnissen angezeigt.
TikTok gibt an, dass 58 % ihrer Anwender:innen die Plattform verwenden, um neue Produkte und Marken zu finden.
KI-Bilder aus der Google-Suche
In den USA können Google-Nutzer:innen mithilfe der „Search Generative Experience“ KI-generierte Bilder direkt aus einer Textbeschreibung in der Suchmaschine erzeugen.
Ergebnisse aus der Bilderzeugung können weiter verfeinert werden.
Google möchte dieses Feature bald auch in der Google-Bildsuche anbieten.
Um die KI-Bilder als solche erkennbar zu machen, sind sie mit einem Wasserzeichen versehen.
Schon gewusst?
Amazon Prime überzeugt Nutzer:innen vor allem mit dem konzerneigenen Entertainment-Angebot: Die meisten Abonnent:innen (78 %) nutzen Prime zum Schauen von Filmen und Serien. Darüber hinaus sind die wichtigsten genannten Vorteile des Mitglieds-Programms der Wegfall von Versandkosten (77 %) und der schnellere Versand (77 %). Spezielle Angebote auf dem Online-Marktplatz sind hingegen nur für 39 % ein Grund, Prime zu nutzen. Nur wenige Mitglieder lesen mit ihrem Prime-Account eBooks (16 %) oder schauen Video-Inhalte auf Amazons Streaming-Plattform Twitch (0,1 %).
Remdash: Benutzerdefinierte Daten und Dashboards
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Top 5 Amazon Keywords
Dies sind die Top 5 meistgesuchten Keywords nach Ländern vom 15. bis 21. Oktober 2023.
Über die Suchanfragen aller EU5 Länder sowie der USA hinweg zeigt sich das große Interesse von Amazon Kund:innen nach Halloween Kostümen und Dekorationen. Zeitgleich wird insbesondere in Deutschland viel nach Adventskalendern gesucht. Weiterhin sind das iPhone 15 und die PS5 hoch im Kurs, sowie für letztere das am 20. Oktober erschienene Spider-Man 2 Spiel. Am selben Tag auf den Markt gekommen ist das Super Mario Bros. Wonder Spiel für die Nintendo Switch, welches ebenfalls in den meist gesuchtesten Keywords Platz findet.
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