Amazon versteigert FBA-Lagerflächen

Auch Amazon muss nun auf die wirtschaftliche Lage reagieren und gab letzte Woche Pläne zur Entlassung von 18.000 Mitarbeitern bekannt. Außerdem hat der Konzern einen Milliardenkredit aufgenommen, um sich krisensicher aufzustellen. Auch die Versteigerung von zusätzlicher FBA-Lagerfläche kann als ein Weg gedeutet werden, die Kosten für leer stehende Flächen in Einnahmen umzuwandeln. Gemunkelt wird zudem, ob Ex-Chef Jeff Bezos zurückkommt – kann er den E-Commerce-Riesen aus der Krise führen?
Während Amazon den Launch von “Buy with Prime” für alle Händler in den USA plant, herrscht auf der eigenen Plattform Unstimmigkeit: Advertising-Reporting-Pannen sorgten während der Cyber Week für verlorene Umsätze bei einigen Amazon-Händlern – und führen nun zu Streit um Rückzahlungen.
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Updates: Amazon
FBA-Seller können für zusätzliche Lagerkapazität bieten
Ab dem 1. März 2023 können Seller, die den “Fulfillment by Amazon”-Service (FBA) nutzen, Gebote für mehr Lagerplatz abgeben. Die zusätzliche Kapazität wird denjenigen zugewiesen, die zuerst das höchste Gebot abgegeben haben. Das Gebot muss den Umfang und die Dauer für den angefragten zusätzlichen Platz enthalten. Seller können bis zu 20 % ihres ursprünglichen Limits oder 2.000 Kubikfuß beantragen, je nachdem, welcher Wert höher ist. Darüber hinaus gibt Amazon an, dass die Seller, die die Auktion gewonnen haben, einen Teil oder ihre gesamten Ausgaben zurückerhalten können, indem sie eine Leistungsgutschrift von 0,15$ für jeden Dollar Umsatz erhalten, der mit der zusätzlichen Kapazität erzielt wird.
„Buy with Prime“ bald für alle US-Händler verfügbar
Ende dieses Monats wird Amazons bisher einladungsbasierte „Buy with Prime“-Option für alle FBA-Händler in den USA, die Amazon Pay nutzen verfügbar. Durch diese Option können Verkäufer Prime-Einkaufsvorteile wie den schnellen kostenlosen Versand auch in ihren eigenen Online-Shops für Direktkunden anbieten. Amazon zufolge sollen sie damit ihre Konversionsrate durchschnittlich um 25 % erhöhen können. Amazons Angebot steht dabei in direkter Konkurrenz zu Shopifys Pay-Funktion, die schon von vielen Online-Händlern genutzt wird.
Amazons Maßnahmen gegen die Krise
Auch Amazon reiht sich in die Entlassungswelle in der Tech-Branche ein: CEO Andy Jassy hat die Streichung von 18.000 Stellen angekündigt. Diese Maßnahme müsse getroffen werden, um Kosten zu senken. Um diese Zahl jedoch in Relation zu setzen: Zu Beginn der Corona-Pandemie in 2020 und 2021 hatte Amazon fast 1 Mio. neue Mitarbeiter eingestellt. Um sich außerdem monetär krisensicher aufzustellen, hat der Konzern einen Kredit von über 8 Mrd. $ aufgenommen, wie kürzlich bekannt wurde.
Kommt Jeff Bezos als Amazon-Chef zurück?
Ereignisse wie der Sturz des Amazon-Aktienkurses und die bevorstehende große Entlassungswelle führen zu Spekulationen um die Rückkehr von Jeff Bezos als Amazons CEO. Dieser hatte im Juli 2021 die Konzernführung an seinen Nachfolger Andy Jassy abgegeben. Ihren Ursprung findet diese These in einer Prognose des New Yorker Investmentberaters Michael Batnick. Gerüchten zufolge fordern auch viele Mitarbeiter Bezos zurück. Eine Forderung, die zu einem für Amazon recht kritischen Zeitpunkt laut wird: Das pandemiebedingte Wachstum hat sich drastisch verlangsamt, und der Aktienkurs des Unternehmens ist im letzten Jahr um etwa 50 % gefallen.
Plant Amazon eine App nur für Sport-Inhalte?
In der Vergangenheit sicherte sich das Unternehmen für seinen Streaming-Dienst Prime Video bereits unter anderem Übertragungsrechte der UEFA Champions League. Nun soll es Mutmaßungen zufolge einen weiteren Vorstoß in den Sport-Unterhaltungssektor geben: Amazon plane eine App, die Nutzern ausschließlich Sport-Inhalte bietet. Eine inhaltliche Trennung von Inhalten würde das Prime- Video-Angebot zwar verkleinern, könnte aber für ein strukturierteres Angebot sorgen und die Auffindbarkeit einzelner Inhalte verbessern. Zudem könnte der Konzern das Advertising-Business weiter ausbauen und so zusätzliche Einnahmequellen erschließen. Ob die Sport-App es aber auf den Markt schaffen wird, ist unklar.
Chaos bei Rückzahlungen nach Kampagnen-Panne bei Amazon Advertising
Während der Deal-Woche um Black Friday und Cyber Monday führte eine Reporting-Panne aufseiten Amazons für viele Werbetreibenden zu ungenauen Daten über die Performance und die Kosten ihrer Kampagnen. Infolgedessen gaben viele entweder zu wenig oder zu viel Geld aus, mussten teilweise blind agieren und so vermutlich Umsätze einbüßen. Viele Betroffene fordern nun Rückerstattungen von Amazon. Dieses Unterfangen scheint sich allerdings schwierig zu gestalten – diejenigen, die Gutschriften erhalten haben, gaben an, dass die Beträge falsch kalkuliert seien.
Updates: E-Commerce
Deutscher Einzelhandels- und Online-Umsatz 2022
Die Stimmung der deutschen Verbraucher hat sich zum Jahresstart verbessert und liegt nun mit 88 Punkten auf dem Niveau vom vergangenen Sommer. Gründe dafür sind bessere Konjunkturerwartungen und weniger Angst vor Inflation und Zinserhöhungen. Der deutsche Einzelhandel erzielte 2022 insgesamt gute Ergebnisse: Der reale Umsatz liegt nur um 0,3 % unter dem Rekord-Vorjahr. Der E-Commerce-Umsatz ist jedoch um 8,1 % niedriger als im Vorjahr, nachdem er 2021 durch die Corona-Pandemie um mehr als 12 % gestiegen war.
Walmart kooperiert mit Salesforce
Vergangene Woche gab Walmart seine neue Partnerschaft mit dem Softwareanbieter Salesforce bekannt. Firmen, die E-Commerce-Plattformen von Salesforce nutzen, sollen nun auch auf Walmarts Lieferservice-Angebot “GoLocal” und die App “Store Assist” zur Verwaltung von Bestellungen zugreifen können. Dieses Modell schafft Walmart zum einen zusätzliche Einnahmequellen und erhöht außerdem die Effizienz des Lieferservices durch eine Verdichtung von Lieferrouten. Durch die Partnerschaft könnte Walmart somit im Bereich Logistik zu Amazon aufschließen – denn wie unsere Studie zeigt, ist die schnelle Lieferung der wichtigste Grund für Amazon-Kunden, auf der Plattform einzukaufen.
Schweizer Marktplatz Galaxus kommt nach Deutschland
Der größte Onlinehändler der Schweiz bringt nach seinem Angebot nun auch sein selektives Händlerprogramm nach Deutschland. Dabei setzt die Digitec Galaxus AG auf ein kuratiertes Programm, an dem nur ausgewählte Händler teilnehmen können, die zur Marke Galaxus passen. Grund- und Angebotsgebühren gibt es bei dem Marktplatz nicht, bezahlt wird über eine Verkaufsprovision (je nach Kategorie 7-18 %). In der Schweiz hat der erfolgreiche Online-Marktplatz Galaxus seit 2016 gut 400 Händler angebunden.
Instagram bald ohne Shopping-Tab
Nachdem Instagram bereits seit September 2022 einen Home-Feed ohne Shopping-Tab bei einigen Nutzern ausprobiert hat, kündigte die Social-Media-Plattform nun an, diesen Tab endgültig aus der Navigationsleiste zu entfernen. Offenbar blieb das erwartete Umsatzwachstum hier aus. Shopping in der App soll laut Instagram aber weiterhin möglich sein. Im Gegensatz dazu verzeichnete TikTok-Mutterkonzern ByteDance 2022 in China einen Anstieg seines E-Commerce-Volumens um 76 % im Vergleich zum Vorjahr und plant, seine E-Commerce-Aktivitäten auf weitere Länder wie die USA, Brasilien, Spanien und Australien auszuweiten.
Fakt der Woche
Die 3 wichtigsten Gründe für deutsche Verbraucher bei Amazon zu shoppen sind die schnelle Lieferung, die große Produktauswahl und günstige Preise (Quelle: Amazon Shopper Report 2022, Remazing & Appinio).
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Top 5 Amazon Keywords
Dies sind die Top 5 meistgesuchten Keywords nach Ländern vom 8. bis 14. Januar 2023.
Während sich Amazon Shopper in den USA schon auf den Valentinstag am 14. Februar vorzubereiten scheinen, standen in den europäischen Märkten Suchbegriffe aus dem Elektronik-Segment wie die Videospiel-Konsole PS5 und der Sprachassistent Alexa hoch im Kurs. In Großbritannien führt Prinz Harrys Biografie “Spare” die meistgenutzten Keywords an.