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Ergebnisse des Prime Day 2022 & weniger Eigenmarken auf Amazon

VERÖFFENTLICHT
MAR 02, 2026 - 5 MIN LESEN
Ergebnisse des Prime Day 2022 & weniger Eigenmarken auf Amazon

Der Prime Day ist vorbei – nun stellt sich die Frage: Wie erfolgreich war das Deal-Event in diesem Jahr? Amazon stellt dazu nur wenige Zahlen bereit, aber Auswertungen zeigen, dass der Gesamtumsatz am Prime Day 2022 tatsächlich höher war als in den Vorjahren. Kein Wunder: 84% der deutschen Prime-Mitglieder gaben im Vorhinein an, während der Angebotstage Schnäppchen machen zu wollen – mehr dazu in unseren aktuellen Medienberichten im nächsten Abschnitt.

In den USA ist die Anzahl der Prime-Abonnenten im ersten Halbjahr 2022 zum ersten Mal seit Jahren nicht weiter angestiegen. Mit einem Investment in den Essenlieferdienst Grubhub und einem kostenlos in Prime enthaltenen Abo des Dienstes hat Amazon jedoch direkt Anreize für neue Nutzer in den Vereinigten Staaten gesetzt.

In Europa zeigt sich der Konzern aus Seattle mittlerweile kompromissbereit, um den Kartellstreit mit der EU zu beenden – dazu gehört unter anderem, die Insights aus Seller-Daten nicht mehr für die eigenen Produkte zu nutzen. Fast zeitgleich wurde bekannt, dass das Angebot der Amazon-Eigenmarken reduziert werden soll – das Unternehmen scheint es also ernst zu meinen.

Remazing in den News

Amazon Prime Day: So wichtig ist der Aktionstag für deutsche Verbraucher

veröffentlicht am 11.07.2022 Jetzt lesen

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veröffentlicht am 14.07.2022 Jetzt lesen

Updates: Amazon

Wie erfolgreich war der Prime Day 2022?

Der “erfolgreichste Prime Day aller Zeiten” – was ist dran an diesem immer wiederkehrenden Resümee von Amazon? Dieses Jahr scheint es zu stimmen: Am 12. und 13. Juli haben Prime-Kunden weltweit mehr als 300 Mio. Artikel gekauft und dabei laut Unternehmensangaben 1,7 Mrd. $ gespart – mehr als an jedem Prime Day zuvor. Genaue Umsatzzahlen veröffentlicht Amazon allerdings weiterhin nicht. In den USA hat Amazon die Angebote mit seiner “Buy with Prime”-Integration erstmals auch auf die Onlineshops anderer Anbieter erweitert. Von dem Halo-Effekt hat anscheinend der gesamte amerikanische E-Commerce-Markt profitiert und an den beiden Event-Tagen 11,9 Mrd. $ Umsatz gemacht – 8,5% mehr als in 2021.

Amazon macht Angebot in Kartellstreit mit der EU

Amazon hat im Kartellstreit mit der EU Zugeständnisse gemacht, um das seit 2020 laufende Verfahren zu beenden. So bietet der Konzern nun an, die Daten von Sellern nicht mehr für sein Einzelhandelsgeschäft zu nutzen, Prime-Verkäufer selbst einen Logistikdienstleister wählen zu lassen und alle Verkäufer gleich zu behandeln, wenn es um den Gewinn in der Buy Box geht. In manchen Fällen soll es sogar eine zweite Buy Box geben. Bis September können Amazon-Konkurrenten zu dem vorgeschlagenen Kompromiss Stellung nehmen.

Weniger Eigenmarken auf Amazon

Amazon plant nach Medienberichten, sein Angebot an Eigenmarken drastisch zu reduzieren. Zum Einen aufgrund der anhaltenden Kritik, dass das Unternehmen Seller-Insights für seine eigenen Produkte nutze (siehe vorige News), zum Anderen wegen schlechter Verkaufszahlen. Wenn das Angebot der 45 unternehmenseigenen Marken tatsächlich reduziert wird, könnte dies einen Boost an Sichtbarkeit für viele andere Produkte und Brands bedeuten, die zuvor gegen die starken Eigenmarken des Konzerns im Nachteil waren.

Amazon übernimmt Anteile an Grubhub

Amazon investiert in den Essenslieferdienst Grubhub und erweitert damit sein Prime-Angebot in den USA: Prime-Abonnenten können ab sofort im Rahmen der Partnerschaft die Jahresmitgliedschaft “Grubhub+”, die knapp 10$ pro Monat kostet, kostenlos abschließen. Nach der Beteiligung an Deliveroo in Großbritannien ist dies wohl Amazons nächster Versuch, endlich im umkämpften Markt der Food-Lieferdienste Fuß zu fassen.

Wachstum der Prime-Mitgliedschaften stagniert in den USA

Nach einer Preiserhöhung von 20$ pro Jahr hat die Zahl der Prime-Mitglieder in den USA in der ersten Jahreshälfte 2022 erstmals seit mehreren Jahren nicht zugenommen. In 2020 und 2021 konnten insgesamt 60 Mio. neue Prime-Abonnenten gewonnen werden. Die höheren Preise in Verbindung mit der aktuellen Inflation und einer Rückkehr zu alten Einkaufsgewohnheiten von vor der Corona-Pandemie scheinen die Nachfrage in den USA momentan spürbar abgekühlt zu haben.

Updates: E-Commerce

Rückgang im deutschen E-Commerce in Q2 2022

Wie der BEVH berichtet, lag der Umsatz im deutschen Online-Handel im zweiten Quartal 2022 9,6% unter dem Vorjahresquartal. Im Vergleich zu 2019 sei jedoch ein Plus von 25,8% zu verzeichnen. Auch im Halbjahresvergleich lässt sich ein Minus von 1,3% zum Vorjahr feststellen. Weiterhin wachsenden E-Commerce-Umsatz verzeichnen jedoch u.a. die Kategorien Haushaltsgroßgeräte, Spielwaren und Medikamente.

Höhere Logistikgebühren jetzt auch bei Walmart

Walmart hat nun ebenfalls angekündigt, ab August eine Gebühr für den Transport von Waren zu seinen Lagern und Geschäften zu erheben. Als Grund dafür wurden die gestiegenen Transport- und Kraftstoffkosten genannt. Die Gebühr soll anteilig anhand des Produktwerts und des Treibstoffpreises berechnet werden. Laut Walmart hilft sie dem Unternehmen, die Verbraucherpreise niedrig zu halten. Amazon hat seine Gebühren bereits im Frühjahr um 5% erhöht.

Das finden wir wichtig

In der Kategorie “Möbel, Haushalt & Wohnen” haben wir auf den europäischen Marktplätzen die neue Funktion “Showroom” entdeckt. Damit ist es für Kunden möglich, zwischen verschiedenen Räumen und Einrichtungsstilen auszuwählen und anschließend die gewünschten Produkte zur Veranschaulichung darin zu platzieren. Teilweise sind ausgewählte Möbelstücke in einem “Showroom” direkt auf der PDP als Gallery Image integriert.

Remdash: Vendor & Seller Central Revenue

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Top 5 Amazon Keywords

Dies sind die Top 5 meistgesuchten Keywords nach Ländern vom 10. bis 16. Juli 2022.

Neben der Hitzewelle in Europa lässt sich an den meistgesuchten Keywords leicht die beliebteste Kategorie am Prime Day ablesen: Elektronik. Die deutschen Amazon-Kunden suchten außerdem speziell bei der Werkzeugmarke Makita nach Schnäppchen. In Italien und den USA standen zudem Produkte von Apple hoch im Kurs.