Geänderte FBA-Gebühren & Sponsored Ads in Polen

Wir wünschen Ihnen ein frohes, gesundes und erfolgreiches neues Jahr 2022! Mit Beginn des neuen Jahres setzt Amazon neue Regeln auf seiner Plattform um, die vor allem FBA-Seller betreffen: Die Grenze für den Lagerbestandsindex wird gesenkt, Fulfillment und Storage Fees werden erhöht. Außerdem treibt der Konzern sein Advertising-Geschäft weiter voran: Auch auf dem Marktplatz in Polen sind nun Sponsored Ads verfügbar.
Einige Themen aus dem letzten Jahr holen den Internet-Riesen jedoch auch 2022 wieder ein: Erneut läuft eine rechtliche Prüfung gegen Amazon, dieses Mal aufgrund womöglich illegaler Absprachen mit Apple.
Updates: Amazon
Sprechen sich Amazon und Apple ab?
Das Bundeskartellamt prüft derzeit, ob es Absprachen von Amazon mit Apple gibt. Der Elektronikhersteller soll die Preise für seine iPhones unter anderem durch die Regulierung des Verkaufs auf Amazon kontrollieren. Nachdem schon in Italien im November 2021 eine Strafe wegen wettbewerbswidriger Absprachen (dabei ging es um die zu Apple gehörenden “Beats”-Kopfhörer) gegen die beiden Konzerne verhängt wurde, will nun auch das deutsche Kartellamt strenger sein.
Amazon senkt Grenze für den Lagerbestandsindex
Gute Nachrichten für Seller: Amazon hat angekündigt, den Grenzwert für den Lagerbestandsindex für das erste Quartal in 2022 von 450 auf 400 zu senken und somit den FBA-Händlern die Organisation ihrer Warenlagerung zu erleichtern. Der LBI-Wert führt häufig zu Problemen, denn ist dieser zu niedrig, droht dem Händler eine Begrenzung der Lagerfläche bei Amazon für das darauffolgende Quartal.
Sponsored Ads jetzt auf Amazon.pl verfügbar
Auch auf dem polnischen Amazon-Marktplatz, der erst im März 2021 gestartet ist, können Verkäufer nun “Sponsored Product”- und “Sponsored Brand”-Kampagnen schalten. Amazon empfiehlt dabei ein Budget von 45 Polnischen Złoty pro Tag. Außerdem ist jetzt das Erstellen von Brand Stores möglich. Die Advertising-Angebote könnten eine Chance für Amazon sein, sich gegen den starken lokalen Marktplatz-Konkurrenten Allegro durchzusetzen.
Amazons neuestes Marketing-Tool: Amazon Brand Lift
Amazon Brand Lift ist das neueste Marketing-Tool von Amazon. Werbetreibende können damit die Auswirkungen des Brandmarketings messen. Das kostenlose Tool, das aktuell in der Beta-Version und nur in den USA verfügbar ist, sammelt Daten, um die Wirkung von Anzeigen auf die Kunden und deren Wahrnehmung der Marke zu messen. Genutzt werden kann es von Marken, die derzeit Amazon DSP-Kampagnen für mindestens 30 Tage mit einem Budget von mindestens $50.000 durchführen.
Amazon fällt bei weltweiten App-Downloads auf Platz 4 zurück
Während Amazon auch im Jahr 2021 auf Platz 1 der US-amerikanischen App-Downloads für Shopping-Apps stand, schaffte es der Internetriese im weltweiten Vergleich nur noch auf Platz 4. Im Jahr 2020 noch Spitzenreiter, liegt Amazon im weltweiten Ranking von Apptopia nun hinter asiatischen Apps wie Shopee, Shein und Meesho, die allesamt auf Mode und Haushaltsprodukte spezialisiert sind.
Updates: E-Commerce
Weniger Retouren in Deutschland zu Weihnachten 2021
Auch im letzten Jahr setzten viele Deutsche für ihren Weihnachtseinkauf auf Online-Shopping. Grund dafür waren die nach wie vor gestörten globalen Lieferketten und Einschränkungen im stationären Handel durch die COVID-19-Pandemie. Dem BEVH zufolge stiegen die Weihnachtsumsätze im E-Commerce von Anfang Oktober bis Ende November um 15,8% (Vergleich 2020: 17,5%). Gleichzeitig gingen trotz des höheren Bestellaufkommens die Retouren der Deutschen in der Weihnachtszeit zurück.
11% Umsatzsteigerung im amerikanischen Online-Weihnachtsgeschäft
Laut einer Datenerhebung von Mastercard ist der Handelsumsatz im Weihnachtsgeschäft 2021 in den USA im Vergleich zum Vorjahr um 8,5% gestiegen. Sorgen über Lieferengpässe und Personalmangel trieben viele Kunden frühzeitig in die stationären Geschäfte und auf Online-Marktplätze. Während im E-Commerce ein Wachstum von 11% zu verzeichnen war, stieg auch der Umsatz im Offline-Handel um 8,1% an. Dennoch machte der Online-Handel 20,9% des Gesamtumsatzes aus.
Bol.com steigt bei Lieferdienst Cycloon ein
Kurz nach Amazons Ankündigung, weltweit verstärkt im Bereich der Lebensmittellieferungen investieren zu wollen, geht Online-Marktplatz Bol.com eine strategische Allianz mit dem Lieferdienst Cycloon in den Niederlanden ein. Das Wachstum von Cycloon solle gesteigert werden und der Fokus liege darauf, die Zustellung nachhaltiger und sozialer zu gestalten – Bol.com möchte beispielsweise einen größeren Anteil der Lieferungen per Rad durchführen.
Das finden wir wichtig
Amazon hebt seine Fulfillment Fees ab dem 18. Januar 2022 um 5% sowie die Gebühren für die Lagerung (Storage Fees) um bis zu 10% an. Das bedeutet eine Herausforderung für alle Seller – und ist ein deutlicher Fingerzeig in Richtung “Fulfilled by Merchant”-Programm (FBM), bei welchem Lagerung und Fulfillment von den Sellern selbst übernommen werden.
Remdash: Share of Voice
Mit Remdashs Share of Voice-Feature (SoV) können Sie die Performance Ihrer Marke in der Suche auf Amazon auf verschiedene Weise tracken:
Definierte Keyword-Sets (z.B. Branded vs. Non-Branded)
Bezahlte vs. organische Performance
Historische Performance
Automatisiertes Tracking der Konkurrenz
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Top 5 Amazon Keywords
Die Ausbreitung der Coronavirus-Variante “Omikron” zeigt sich nun auch an den meistgesuchten Amazon-Keywords: Vor allem in den USA und Italien wurde wieder vermehrt nach FFP2-Masken gesucht. Als einzige suchten die deutschen Amazon-Käufer trotz Böller-Verbots nach Feuerwerk für den Jahreswechsel.