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News Package

Ist Amazons Umsatz in Q1 weiter gewachsen?

VERÖFFENTLICHT
MAR 02, 2026 - 4 MIN LESEN
Ist Amazons Umsatz in Q1 weiter gewachsen?

Die Veröffentlichung von Amazons Umsätzen in Q1 2021 steht kurz bevor. Dass das Ergebnis sehr positiv ausfallen wird, steht im Prinzip bereits fest: Erwartet wird ein Wachstum von bis zu 40%. Im nächsten News Package wird unsere Auswertung der dann verkündeten Ergebnisse folgen.

Mit mehr als 200 Millionen Prime-Abonnenten weltweit hat Amazon schon jetzt einen Meilenstein erreicht. In den USA werden außerdem neue Amazon-Tools und -Services getestet. Laut einer Umfrage sind jedoch in Deutschland viele Seller unzufrieden mit der Plattform – es mangele an Partnerschaftlichkeit seitens des E-Commerce-Konzerns.

Generelle Updates

Mehr als 200 Mio. Prime-Kunden weltweit

In seinem jährlichen Brief an die Aktionäre gab Jeff Bezos Mitte April bekannt, dass Amazon Prime in Q1 2021 die Anzahl von 200 Mio. Mitgliedern erreicht hat. Zuletzt meldete Amazon im Januar 2020, dass es mehr als 150 Mio. Kunden der Premium-Mitgliedschaft habe. Daraus ergibt sich ein Wachstum von 33% innerhalb nur eines Jahres. Der Großteil der Prime-Kunden sind Amerikaner: 73,5% der weltweiten Mitglieder kommen aus den USA.

Sponsored Display Audiences in Europa

Auch in Europa gibt es mit Sponsored Display Audiences nun die Möglichkeit, im Sponsored Advertising auf Amazon Zielgruppen auszuwählen. Amazon stellt dazu vorgefertigte Audiences nach Interessen, Lifestyle, Lebensereignissen und In-Market-Segmenten bereit. Gerade Awareness-Kampagnen für Neukunden könnten sich mithilfe von Audiences gut umsetzen lassen – und die Kunden anschließend während der gesamten Purchase Journey begleitet werden. Ein weiterer Vorteil: Kampagnen mit ausverkauften Produkten werden automatisch pausiert.

Deutsche Seller sind mit Amazon unzufrieden

Eine Umfrage des Handelsblatts ergab, dass deutsche Seller vor allem die Zusammenarbeit mit Amazon kritisch sehen: 60% sind der Meinung, von Partnerschaft könne keine Rede sein. Zudem sind 54% mit dem Support bei Schwierigkeiten unzufrieden. Amazon bezeichnete die Umfrageergebnisse als nicht repräsentativ und widersprüchlich zu dem selbst von Sellern erhobenen Feedback.

Amazons Wachstum in Q1 2021

Amazon veröffentlicht voraussichtlich am 29. April seine Ergebnisse für das erste Quartal in diesem Jahr. Erwartet wird ein Nettoumsatz zwischen 100 und 106 Mrd. $. Das bedeutet ein Wachstum um 33 – 40% im Vergleich zum Vorjahr. Wir rechnen damit, dass der Umsatz dabei bedingt durch härtere Lockdowns in Europa noch stärker angestiegen ist als in den USA. Im nächsten Newsletter werden wir die Zahlen in einer Analyse einordnen.

Onlinehändler expandieren in Innenstädte

Der Einzelhandel in Städten hat weiterhin mit den Auswirkungen der Pandemie zu kämpfen. Dadurch sind die Mieten für Gewerbeflächen um bis zu 30% gesunken, viele Geschäfte mussten schließen. Diese Chance nutzen immer mehr Onlinehändler wie Rose Bikes und Mr. Spex, welche sich zunehmend Ladenflächen in beliebten Innenstadtlagen sichern.

Amazon testet “Manage Your Customer Engagement” in den USA

Amazon hat in den USA mit dem Test seines “Manage Your Customer Engagement”-Tools begonnen: Es erlaubt registrierten Brands, E-Mails an ihre Follower zu versenden. An Kunden, die der Marke auf Amazon folgen, dürfen so Werbebotschaften über neue Produkte und Promotions verschickt werden. Die Kundendaten macht Amazon nicht zugänglich, will den Verkäufern aber aggregierte Daten über die Performance der E-Mails zur Verfügung stellen.

Möbelaufbau bald als Amazon-Service?

Amazon testet in den USA einen Premium-Service, bei dem bestellte Möbel und Haushaltsgeräte nicht nur ausgeliefert, sondern auch ausgepackt, zusammengebaut und direkt zurückgenommen werden sollen, wenn der Kunde unzufrieden ist. Das Ziel ist vermutlich, sich so gegenüber Mitbewerbern wie Wayfair, Best Buy und Home Depot zu positionieren, die vergleichbare Dienstleistungen bereits anbieten. Käme der Service auch nach Europa, würde Amazon vor allem Ikea enorm unter Druck setzen.

Konsum-Rückgang in Deutschland 2020

Im Corona-Jahr ist der Konsum in Deutschland um 6,1% im Vergleich zum Vorjahr eingebrochen. Im Vergleich zum Jahresschnitt von 2019 hat jeder Bundesbürger 2020 mindestens 1.250€ weniger für privaten Konsum ausgegeben – in der Summe entspricht das 104 Mrd. €. Trotzdem ist die E-Commerce-Branche stark gewachsen. Wie groß der Boom mit besserer Konsumlaune gewesen wäre, lässt sich nur vermuten.

Das finden wir wichtig

Ab dem 30. April 2021 steht Vendoren das NIS-Template zur Listung neuer Produkte auf Amazon nicht mehr zur Verfügung. Neue Artikel müssen dann über den Vendor Self-Service Catalog selbst eingepflegt werden. Laut Amazon bietet der VSSC eine verbesserte und übersichtlichere Verwaltung der eigenen Produkte.

Remdash: Content-Monitoring

Mit Remdash ist das Content Monitoring der eigenen Produkte auf viele Arten möglich:

  • Kontrolle, ob der optimierte Content auf Amazon live ist

  • Erhalt einer Warnung und Upload eines automatisierten Cases auf Amazon, wenn der Content nicht live ist

  • Analyse der Content-Performance der eigenen Produkte auf einen Blick mit dem Remdash Retail Readiness Score

  • Abgleich der Produkte mit den eigenen SEO-Benchmarks

Top 5 Amazon Keywords

Dies sind die Top 5 meistgesuchten Keywords nach Ländern vom 18. – 24. April 2021. Corona-verwandte Keywords sind rot markiert.

In den USA scheint ein neuer Gesundheitstrend um Chlorophyll-Tropfen zu entstehen, die die Neubildung von Blutzellen anregen sollen. In Frankreich, Italien und Spanien wird verstärkt nach “Amazon Basics”-Produkten gesucht – wird hier Amazon selbst zur Brand?