Monatliches Amazon Update – November 2019

Marktplatz-News
Die Metro-Tochter Real, die mit ihrem Online-Marktplatz real.de im aktuellen Geschäftsjahr einen hohen Umsatzzuwachs realisieren konnte, gründet nun ein internationales Bündnis mit cdiscount aus Frankreich, eprice aus Italien und emag aus Rumänien, um somit rund 230 Millionen potentielle Kunden in Europa zu erreichen und ein Gegengewicht zu Amazon und eBay zu schaffen. Das IMN (International Marketplace Network) getaufte Bündnis startet nun nach einer einjährigen Testphase. Link
Amazon will 2020 eine eigene Supermarktkette als Alternative zur eigenen Bio-Marke Whole Foods starten. Die erste Filiale soll demnach im kalifornischen Woodland Hills nahe Los Angeles eröffnet werden. Zur Positionierung ist bisher nichts bekannt, jedoch soll der Fokus weder auf Bio-Produkten (wie bei Whole Foods) noch bei kassenlosen Konzepten wie den Amazon Go Filialen) liegen. Mit der Etablierung klassicher Supermärkte will Amazon seine Kundenbindung weiter ausbauen und den von Walmart dominierten Lebensmittelhandel aufmischen. Link
Strategiewechsel: Der Sportartikelhersteller Nike will in Zukunft keine Artikel mehr auf Amazons Webseite verkaufen. Das Pilotprogramm, das seit 2017 läuft, werde nun beendet. Grund dafür sei ein verstärkter Fokus auf andere Retail-Partner im e-Commerce, um eine direktere und persönlichere Kundenbindung aufzubauen. Der Rückzug großer Marken auf Amazon könnte auf die steigende Anzahl von Fake-Produkten und unautorisierten Sellern, die Preise unterbieten, zurückzuführen sein. Link
Black Friday Boom: Am diesjährigen Black Friday wurde allein mit Online-Einkäufen ein Umsatz von 7,4 Milliarden US-Dollar generiert. Der Anteil an Bestellungen von mobilen Geräten stieg auf 40%, im Durchschnitt gab jeder Kunde 168 Dollar aus. Amazon konnte seine Umsätze gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 49% steigern. Link
Neue Features
Neue Marketing Features: Amazon testet in der Betaphase einerseits eine A/B-Test Funktion für eingetragene Brands, die eine größere Änderung im Produktlisting vornehmen und deren Auswirkung analysieren können, andererseits eine Instagram-ähnliche Funktion zum Posten von Bildbeiträgen mit kurzen Bildunterschriften. Letztere Funktion macht deutlich, dass Amazon sich stärker im Bereich der „Product discovery“ etablieren will und somit Kunden mehr Content zum Entdecken neuer Produkte zugänglich machen möchte. Link
Amazon Vine für Händler: Ab dem 11. Dezember können Händler ebenfalls das bisher Vendoren vorbehaltene Programm Amazon Vine nutzen, das neue Produkte an ausgewählte Tester zur Verfügung stellt, die authentische Reviews generieren. Die Besonderheit ist, dass das Programm für Händler in den ersten 6 Monaten kostenfrei sein wird. Es wird für Händler mit Markenregistrierung und Verkäuferkonto im professionellen Verkaufstarif zugänglich sein. Details über Kosten nach den ersten 6 Monaten sind noch nicht bekannt, jedoch wird Amazon vermutlich eine separate Gebührenstruktur für Händler anbieten. Link