Zurück zu den Ressourcen
News Package

Neue Sponsored Display Video Ads Beta bei Amazon

VERÖFFENTLICHT
SEP 27, 2022 - 9 MIN LESEN
Neue Sponsored Display Video Ads Beta bei Amazon

Prognosen zufolge soll die Weihnachtsshopping-Saison dieses Jahr schon wesentlich eher eingeläutet werden – getrieben von Lagern, die durch Inflation und Preissteigerungen prall gefüllt sind. Wie viele online bestellte Pakete dann wieder zurückgeschickt werden, bleibt abzuwarten. Aus einer aktuellen Studie geht allerdings hervor, dass Deutschlands Retourenquote innerhalb der Kategorie “Mode” doppelt so hoch ist wie der europäische Durchschnitt.

Der Fashion-Marktplatz Zalando versucht derweil seinem sinkenden Aktienkurs mit neuen Logistik-Services entgegenzuwirken. Zudem wird sich Zalando bald wohl noch mit einem weiteren Konkurrenten auseinandersetzen müssen: Berichten zufolge plant die Alibaba-Tochter Lazada, nach Europa zu expandieren.

Amazon erweitert derweil sein Prime-Video-Angebot, baut die eigene Robotertechnik mithilfe einer Übernahme aus und zeigt Interesse am japanischen Gesundheitsmarkt. Gleichzeitig schließt der E-Commerce-Riese aktuell Warenlager und vermietet eigene Flächen, um Kosten zu senken.

Updates: Amazon

Prime Video rüstet auf: Sport und Fantasy

Letzte Woche wurde zum ersten Mal ein Champions-League-Spiel von Borussia Dortmund auf Prime Video ausgestrahlt. Die Übertragungsrechte für die insgesamt sechs Vorrundenspiele des BVB teilt sich Amazon mit dem Sport-Streamingdienst DAZN. Fast zeitgleich startete letzte Woche in den USA die NFL, deren “Thursday Night Games” ab 2023 exklusiv von Prime Video übertragen werden sollen. Zudem lockte der Online-Riese zum Start der Fantasy-Serie “The Lord of the Rings: The Rings of Power” bereits am ersten Tag weltweit mehr als 25 Millionen Zuschauer an. Übrigens: Unser Amazon Shopper Report 2022 bestätigt die Relevanz von Amazons Entertainment-Angebot. Für deutsche Verbraucher ist Videostreaming der wichtigste Vorteil der Nutzung von Amazon Prime.

Amazon übernimmt belgischen Lagerroboter-Hersteller

Für eine bisher unbekannte Summe erwirbt Amazon Cloostermans – ein Familienunternehmen aus Belgien, das Lagermaschinen und Robotik herstellt. Bereits seit 2019 nutzt der Online-Riese Cloostermans Technologie in seinen Lagerhäusern und will nun alle 200 Mitarbeiter der Firma übernehmen. Durch diesen Deal erhofft sich der Konzern aus Seattle nach eigenen Angaben die Entwicklung der “nächsten Generation der Lieferketten-Mechatronik”. Amazon wolle mit diesem Schritt allerdings keine Arbeitnehmer ersetzen, sondern sie vor allem entlasten.

Amazon möchte den japanischen Gesundheitsmarkt erobern

Nach dem Kauf des medizinischen Dienstleisters One Medical, der gescheiterten Übernahme des Gesundheitsunternehmens Signify Health und der angekündigten Einstellung von Amazon Care, plant Amazon nun offenbar ein Online-System für Medikamentenlieferungen in Japan. Angedacht ist eine Plattform, auf der Patienten Informationen über verschriebene Medikamente finden und diese bestellen können. Amazon würde die Apotheken nicht selbst betreiben, sondern nur das Online-System bereitstellen. “Das könnte ein Wendepunkt für die stationären Apotheken des Landes sein”, kommentiert “Nikkei Asia” die Pläne. Amazon selbst hat die Informationen bisher nicht bestätigt.

Amazon sendet nicht verkauft Ware in UK an Seller zurück

Um in seinen Lagerzentren Platz für das traditionell betriebsame vierte Quartal des Jahres zu schaffen, hat Amazon angekündigt, auf dem britischen Marktplatz unverkaufte Ware an die betroffenen Seller zurückzuschicken. Ab diesem Donnerstag, dem 15. September, will Amazon mit der Rücksendung von Produkten, die bereits länger als 365 Tage gelagert sind, starten. Im Worst Case könnten Waren möglicherweise einfach entsorgt werden, wenn von Sellern keine Adresse hinterlegt worden ist.

Amazon schließt und vermietet Lagerflächen

Für Händler, die Fulfillment by Amazon (FBA) nutzen, gibt es ab sofort den neuen Service Amazon Warehousing & Distribution (AWD). Sie mieten dort Lagerflächen bedarfsweise nach dem Pay-as-you-go-Prinzip, was im Vergleich mit anderen Lagerhallen eine finanzielle Entlastung bedeutet. Die Waren können sie automatisch an ein Amazon Fulfillment Center oder anderes Distributionszentrum weiterleiten lassen, ab 2023 soll die Weiterleitung an beliebige Ziele möglich sein. Zeitgleich schließt Amazon in diesem Jahr zwei seiner Lager im US-Staat Baltimore. Weitere 42 Schließungen oder Baustopps sind geplant, die Eröffnung 21 zusätzlicher Standorte ist verschoben – hiervon sind auch Projekte in Europa betroffen.

Hero Cosmetics für 630 Mio. $ verkauft

2017 auf Amazon gestartet, ist Hero Cosmetics mit seinen Produkten für Aknepflege heute das Nr.1 Schönheitsprodukt auf dem Online-Marktplatz. Nun wurde der Kosmetikanbieter für 630 Mio. US-Dollar an Church & Dwight verkauft. Ju Rhyu, Mitgründer und CEO von Hero Cosmetics, betont, dass Amazon die perfekte Startrampe für die schnelle, günstige und einfache Markteinführung der eigenen Produkte war. Die Erfolgsgeschichte von Hero Cosmetics zeigt deutlich, welche immense Bedeutung Amazon als E-Commerce-Absatzkanal für große und kleinere Marken hat.

Updates: E-Commerce

Shopify warnt vor Amazons “Buy with Prime”

Seit Juni diesen Jahres testet Shopify den neuen “Buy with Prime”-Service von Amazon, der es FBA-Händlern erlaubt, Amazon Prime als Versandoption über einen Button auf der eigenen Website anzubieten. Beim Checkout werden dabei die Daten des jeweiligen Amazon-Kontos der Kunden genutzt. Nun äußert sich Shopify kritisch gegenüber “Buy with Prime”: Demnach werde mit der Installation der externen Verknüpfung Shopifys Schutz vor betrügerischen Bestellungen aufgehoben und auch Datendiebstahl und falsche Rechnungen seien nicht auszuschließen. Amazon streitet die Vorwürfe ab und weist auf die hohen Sicherheitsstandards des eigenen Services hin. Berichten zufolge könnte Shopify die Warnung vermutlich auch lediglich mit dem Ziel ausgesprochen haben, die Nutzung des eigenen Checkout- und Zahlungsdienstes “Shop Pay” zu fördern.

Online-Mode: Retourenquote in Deutschland doppelt so hoch wie im Rest Europas

Die Forschungsgruppe Retourenmanagement an der Universität Bamberg hat in ihrem „European Return-O-Meter“ aktuelle Retourenquoten veröffentlicht. Demnach werden in Deutschland durchschnittlich 64% der Modesendungen bzw. 33,6% der Mode-Artikel an ihre Absender zurückgeschickt. Damit liegt Deutschland weit vorn, denn europaweit sind die Werte mit 32,4% (paketbezogen) und 19,4% (artikelbezogen) deutlich niedriger.

Alibaba-Tochter Lazada drängt auf den europäischen Fashion-Markt

Nach Angaben der Alibaba Group bereitet sich Lazada auf eine Expansion nach Europa vor. Genauere Details zu den Plänen des konzerneigenen Tochterunternehmens wurden aktuell noch nicht veröffentlicht. Sicher ist jedoch, dass der Online-Modehändler beim potenziellen Markteintritt auf starke Konkurrenz wie Amazon und Zalando treffen wird. Für Zalando, das seit dem Ende des pandemiebedingten E-Commerce-Booms mit einem schwächeren Wachstum und sinkenden Aktienkurs kämpft, könnte dies zusätzliche Probleme bedeuten. Momentan arbeitet der Mode-Marktplatz am Ausbau seiner Logistikservices, um diese auch Händlern außerhalb der eigenen Plattform zur Verfügung zu stellen – eine Entscheidung, die im Kampf gegen die direkte Konkurrenz von Vorteil sein kann. Ein interessanter Fakt am Rande: Lazada gehörte vor der Milliarden-Übernahme durch Alibaba neben Zalando ebenfalls zu den zahlreichen vom Berliner Startup-Investor Rocket Internet angeschobenen Online-Unternehmen. Einst war die Plattform als speziell für den südostasiatischen Raum konzipierter Zalando-Klon gestartet.

Früherer Start des diesjährigen Weihnachtsgeschäfts aufgrund voller Lager

Von Inflation und Preissteigerungen gefüllte Lager zwingen den deutschen Einzelhandel dazu, die Weihnachtssaison 2022 noch früher als in den Vorjahren einzuläuten. Laut Kai Hudetz, Geschäftsführer des Instituts für Handelsforschung (IFH Köln), sei der Druck “in diesem Jahr besonders stark, rechtzeitig dabei zu sein”. Außerhalb des preisstabilen Premiumsegments können Kunden voraussichtlich mit Preisnachlässen rechnen, da die Händler nicht auf ihrem Lagerbestand sitzen bleiben möchten.

Walmart ändert Prozess zur Seller-Registrierung

Walmart hat seinen Prozess für die Registrierung von Sellern vereinfacht. Es ist für Marken und Online-Händler nun möglich, Verkäufer zu werden, indem nur noch der Name und die Kontaktdaten des eigenen Unternehmens angegeben werden müssen. Andere Fragen, wie z.B. zu Umsatz und Kataloggröße, wurden aus dem Prozess entfernt. Darüber hinaus ersetzt die sogenannte “Business Verification” die Erstanmeldung und ist gleichzeitig die einzige Schwelle, die für potenzielle Verkäufer auf der Plattform geblieben ist. Die Änderungen haben in den vergangenen Wochen zu einem regelrechten Ansturm geführt – so haben sich zuletzt täglich etwa viermal mehr neue Seller auf Walmart angemeldet als zuvor. Dank dieses Booms scheint der US-amerikanische Marktplatz langsam dieselbe Anzahl an täglichen Registrierungen, die Konkurrent Amazon vorweisen kann, zu erreichen.

Was uns aufgefallen ist

Im Oktober will Amazon Sponsored Display Video Ads als Beta Version in 11 Marktplätzen testen – darunter die USA, Kanada, Deutschland, Spanien, Frankreich, Italien, die Niederlande, Großbritannien, Brasilien, Mexiko und die Vereinigten Arabischen Emirate. Der genaue Zeitpunkt, zu dem das Feature verfügbar sein wird, ist derzeit noch nicht bekannt.

Es scheint, dass auf den spanischen und französischen Marktplätzen seit Kurzem Videos in bestehenden Sponsored Brand Video-Kampagnen ersetzt werden können. Dank des Updates müssen Kampagnen nun nicht mehr von Grund auf neu angelegt werden – -dies gilt allerdings nur für Kampagnen, die Anfang September 2022 und danach erstellt wurden.

Für den US-amerikanischen Marktplatz bietet Amazon neuerdings im “Amazon Product Opportunity Explorer” erweiterte und detailliertere Einblicke in Kundenbewertungen an. Das “Customer Review”-Tab zeigt Ausschnitte aus positiven und negativen Bewertungen sowie den Einfluss auf Sterne-Bewertungen. Die Erweiterung gibt wie eine Stimmungsanalyse die Gewichtung des Einflusses der einzelnen Eigenschaften auf die Bewertung an. Wir finden: Ein äußerst spannender Blick auf Reviews und eine wertvolle Datenquelle.

Fakt der Woche

Das inkludierte Video-Streaming-Angebot, keine Versandkosten und die schnelle Lieferung von bestellten Produkten sind für deutsche Verbraucher die 3 wichtigsten Gründe für eine Amazon Prime-Mitgliedschaft (Quelle: Amazon Shopper Report 2022, Remazing & Appinio).

Kommentar: NFL bei Amazon Prime

Letzte Woche hat die neue NFL-Saison begonnen und für viele Menschen war es endlich wieder Zeit für ein “Thursday Night Game”. In einem Jahr bedeutet dieser Moment dann auch: Zeit für Amazon Prime.

Ab dem 15. September 2023 haben Amazon Prime-Abonnenten in den USA exklusiven Zugang zu 15 “Thursday Night” – und einem Pre-Season-Spiel pro Saison – ein spannender Deal, den Amazon Anfang 2022 für die kommenden zehn Jahre mit der besten American-Football-Liga der Welt geschlossen hat.

American Football ist der beliebteste Sport in den USA und entsprechend dürfte der Live-Streaming-Deal den ohnehin schon starken Lock-in-Effekt von Amazon Prime verstärken – was angesichts der jüngsten Stagnation beim Wachstum neuer Prime-Mitgliedschaften in den Vereinigten Staaten sicherlich ein positives Ergebnis für Amazon wäre.

Was bedeutet der Deal mit der NFL für Markenunternehmen? Für Amazon Vendor oder Seller gibt es Folgendes über die neuen Werbemöglichkeiten, die “Thursday Night Football” bietet, zu wissen:

  • Hohe Reichweite: Amazon rechnet mit 12,5 Millionen Prime-Zuschauern pro Spiel Konsistente

  • Kampagnenmessdaten: Dank eines Deals zwischen Amazon und dem amerikanischen Datenspezialisten Nielsen können für alle Multi-Channel-Medieninvestitionen relevante Daten erhoben werden

  • Neue Touchpoints: Brands haben die Möglichkeit, ihre Zielgruppe an weiteren Punkten, die noch nicht durch Amazon Ads abgedeckt sind, zu erreichen

Die Aufzählung der verschiedenen Vorteile wirft natürlich die große Frage auf: Wie hoch sind die dafür notwendigen Kosten?

Leider gibt Amazon zu seinen für die “Thursday Night Football”-Spiele geplanten Advertising-Preisen noch keine Auskunft. Das anfängliche Pricing für die Werbeeinheiten, das auf dem des vorherigen Rechtehalters Fox basierte, wurde aufgrund des vergleichsweise kleineren Publikums von Prime Video als zu hoch kritisiert. Ein vor einigen Wochen von Amazon Prime gestreamtes Pre-Season-Spiel zog Werbeeinnahmen von einigen der größten Stammkunden im NFL-Advertising (u.a. Verizon und Geico) nach sich, was zeigt, dass in jedem Fall weiterhin Werbeverträge für die Spiele am Donnerstagabend abgeschlossen werden.

Unsere Prognose: Der Verkauf der erhöhten Konsumenten-Aufmerksamkeit, die das” Thursday Night”-Footballspiel der NFL jede Woche verzeichnet, wird sich für Amazon auf lange Sicht wahrscheinlich als kluger Schachzug erweisen.

Remdash: Image Case Upload

Mit Remdash können Cases für Bilder nun automatisiert hochgeladen werden:

  • Täglicher Abgleich der Soll-Bilder mit den Amazon-Bildern

  • Darstellung von vorhandenen Unterschieden

  • Upload der Bilder als Cases mit nur wenigen Klicks

  • Überwachung der Cases direkt in Remdash

Interesse an Remdash? Einfach hier klicken und eine persönliche Produkt-Demo mit unserem Team vereinbaren.

Top 5 Amazon Keywords

Dies sind die Top 5 meistgesuchten Keywords nach Ländern vom 04. bis 10. September 2022.Während in den USA letzte Woche vor allem nach Halloween-Dekorationen gesucht wurde, bereiteten sich deutsche Amazon-Nutzer auf das in wenigen Tagen beginnende Oktoberfest in München vor. iPhones und für sie vorgesehenes Zubehör stehen zudem weiterhin hoch im Kurs – seit Neuestem auch das erst letzte Woche angekündigte iPhone 14, das nun zum ersten Mal unter den häufigsten Suchbegriffen auftaucht.