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Neuer Rekord am Prime Day 2023

VERÖFFENTLICHT
MAR 02, 2026 - 7 MIN LESEN
WRITTEN BY:
Beatriz Sevilla
Beatriz Sevilla
Neuer Rekord am Prime Day 2023

Auch in diesem Jahr war der Amazon Prime Day ein voller Erfolg. Mit 375 Millionen verkauften Artikeln stellt der Marktplatz einen neuen Rekord auf. Ein vielversprechender Start in die zweite Jahreshälfte? Laut BEVH sind die Online-Umsätze mit Waren in Deutschland im zweiten Quartal 2023 nämlich um -12,2 % gegenüber dem Vorjahr gesunken.

Die Amazon-News im Überblick:

  • Neuer Rekord am Prime Day 2023?

  • Temu Händler*innen stehlen Fotos und Texte von Amazon

  • Nach Zalando: Amazon ficht DSA-Einstufung an

  • EU-Kommission untersucht Übernahme von iRobot durch Amazon

  • Amazon senkt FBA-Gebühren für niedrigpreisige Produkte

Weitere E-Commerce-News:

  • Deutsche E-Commerce-Quartalsumsätze bei -12 %

Was uns aufgefallen ist

Mit dem Release des neuen Barbie-Films ist uns eine personalisierte Brand-Store-Seite aufgefallen. Unter anderem können über die Seite direkt Kinositzplätze gebucht und der ganze Trailer zum Film angesehen werden. Derartig große Werbeaktionen haben wir bisher noch nicht entdeckt und wir sehen spannendes Potenzial für Marken.

Im Amazon Vendor Central haben wir die neue Funktion „Real-Time Sales“ entdeckt. Mit dieser Beta-Version können die Echtzeit-Daten der Verkäufe aus den letzten 24 Stunden eingesehen werden. Zurzeit ist es jedoch nur möglich, jeweils eine ASIN zu untersuchen.

Es ist nun möglich, DSP-Creatives z. B. für Amazon.de auf Englisch zu erstellen. Auch in Frankreich, Italien, Spanien und den Niederlanden kann das Feature bereits genutzt werden. Dazu kann das Creative einfach in der DSP-Konsole kopiert und auf die gewünschte Sprache geändert werden. In Deutschland nutzen etwa 9 % der Kund*innen Amazon auf einer anderen Sprache, die meisten auf Englisch. Die neue Funktion bietet so eine Möglichkeit, mehr Platzierungen für einen günstigen Tausend-Kontakt-Preis (TKP) zu erhalten; insbesondere, wenn mit Responsive Creatives (RECs) ohne eigenes Bild gearbeitet wird.

Unternehmen können Kundinnen jetzt über die Amazon DSP auf ihre eigene Website leiten – auch für Produkte, die auf Amazon verkauft werden. Dies war zuvor nur für Produkte möglich, die nicht direkt auf Amazon verkauft wurden. So können Unternehmen fortan ihre Direktverkäufe an Kundinnen verwalten und gleichzeitig von Amazons beachtlichem Kundenstamm profitieren.

Um die Transparenz von Werbeanzeigen zu erhöhen, müssen Verkäuferinnen seit letzter Woche auf Amazon gemäß des EU Digital Service Act (DSA) Informationen wie den Namen des Werbetreibenden (advertiser name) sowie desjenigen, der die Anzeige bezahlt hat (payer name) auf der Amazon-Website für Kundinnen sichtbar machen. Über die Ad Console können Änderungen durch Verkäufer*innen auch nach der Einführung am 14. Juli 2023 vorgenommen werden.

Amazon testet momentan, die Produkte aus Sponsored Brand Ads in Brand Stores mehr hervorzuheben: Die beworbenen Produkte werden oben auf der ersten Brand-Store-Seite als “Aus Ihrer Suche” angezeigt. Nachdem es uns auf Amazon.co.uk bereits vor ein paar Monaten aufgefallen ist, wird es jetzt auch auf dem deutschen Marktplatz testweise angezeigt.

Updates: Amazon

Neuer Rekord am Prime Day 2023

Mit 375 Millionen verkauften Artikeln und einem Umsatzanstieg von 6,1 % stellt der diesjährige Prime Day trotz hoher Inflation und wirtschaftlicher Unsicherheit einen neuen Rekord auf und war am ersten Verkaufstag der umsatzstärkste Tag, den es bei Amazon je gab.

Schwere Vorwürfe gegen Temu: Fotos und Texte von Amazon geklaut

Temu sieht sich mit Klagen wegen Urheberrechtsverletzungen konfrontiert, nachdem Verkäufer*innen angeblich Fotos und Texte von Amazon gestohlen haben, um billige Produktklone zu vermarkten. WIRED hat Dutzende von Fällen untersucht: die Vorwürfe bewahrheiten sich.

  • Es scheint, als wäre der Vorteil von Temu gegenüber anderen Online-Händlern nicht nur ein Innovationsvorsprung, sondern rücksichtsloses Verdrängungsmarketing.

  • Amazon-Sprecherin Mira Dix verurteilte dieses Verhalten von Temu-Händlern aufs Schärfste und ermutigte betroffene Marken, ihre Counterfeit Crimes Unit zu kontaktieren.

  • Von Temu gibt es dazu bislang keine Stellungnahme.

Nach Zalando: Amazon ficht DSA-Einstufung an

Der Streit um den Digital Service Act geht in die nächste Runde: Nach Zalando ficht nun auch Amazon die DSA-Einstufung an. Das Gesetz der EU erlegt großen Technologieunternehmen zusätzliche Verpflichtungen zum Umgang mit Online-Desinformation und Hassreden auf.

EU-Kommission untersucht Übernahme von iRobot durch Amazon

Die Behörde will verhindern, dass Amazon seine Marktmacht weiter ausbaut. Amazon kündigte im August letzten Jahres die Absicht an, den Staubsaugerhersteller iRobot für 1,7 Milliarden Dollar zu übernehmen.

  • Die vorläufige Untersuchung ergab, dass Amazon in der Lage sein könnte, die Fähigkeit konkurrierender Hersteller*innen, Staubsaugerroboter auf dem Amazon-Marktplatz zu verkaufen, zu “verschlechtern”.

  • Gleichzeitig besteht Grund zur Sorge, dass der Internetriese durch die Akquisition in der Lage wäre, weitere Informationen über bspw. die Wohnungen der iRobot-Nutzer zu sammeln.

  • Die Europäische Kommission hat bis zum 15. November Zeit, um zu entscheiden, ob sie die Übernahme blockiert.

Updates: E-Commerce

Deutsche E-Commerce-Quartalsumsätze bei -12 %

Das ist das Fazit des Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland (BEVH) in seiner Medienmitteilung zur Halbjahresbilanz 2023. In Q2 von April bis Juni sanken die Online-Umsätze mit Waren gegenüber dem Vorjahr um -12,2 % auf 19,2 Mrd. Euro; auf das gesamte erste Halbjahr gerechnet sanken sie sogar um -13,7 %.

  • Der Abwärtstrend zieht sich durch alle Online-Branchen, am stärksten verlieren die Cluster Unterhaltung, Einrichtung und Bekleidung.

  • Unser bald erscheinender Amazon Shopper Report 2023 verrät, dass 54 % der befragten deutschen Konsument*innen planen, in der zweiten Jahreshälfte genauso viel Geld wie im Vorjahr für Onlineshopping auszugeben, 8 % wollen sogar mehr ausgeben.

  • In den USA läuft es besser: Dort stiegen die E-Commerce-Umsätze im Juni um +16 %.

Kommentar: Advertising am Prime Day

Von Alexander Schenck, Data Analysist

Wir haben die Amazon-Advertising-Daten an den beiden Tagen des Prime Day auf den EU5-Marktplätzen analysiert und mit einem durchschnittlichen Tag des Vormonats verglichen. Unsere wichtigsten Erkenntnisse auf einen Blick:

Tag 1 war erfolgreicher als Tag 2:

  • Auch der Ad Spend war am ersten Tag deutlich höher (+ 522 %* vs. + 467 %*) – vielen Werbetreibenden war offensichtlich schon von vorangegangenen Deal-Events bekannt, dass der erste Tag meist der erfolgreichere ist.

  • Unser bald erscheinender Amazon Shopper Report 2023 verrät, dass 54 % der befragten deutschen Konsument*innen planen, in der zweiten Jahreshälfte genauso viel Geld wie im Vorjahr für Onlineshopping auszugeben, 8 % wollen sogar mehr ausgeben.

Klicks waren an Tag 2 teurer:

  • Der durchschnittliche CPC auf den EU5-Marktplätzen stieg während des Prime Day auf bis zu 0,77 € an – eine Steigerung um 72 %*. Diese Preissteigerung fand an Tag 2 statt, an Tag 1 lag der CPC bei 0,71 € und damit 60 %* über dem durchschnittlichen Juni-Tag.

  • Am stärksten ist der CPC mit + 120 %* an Tag 2 auf dem spanischen Amazon-Marktplatz angestiegen.

Größter Sales-Uplift in Spanien:

  • Der spanische Amazon-Marktplatz verzeichnete am ersten Tag des Prime Day die höchste Ad Sales Steigerung mit + 821 %*. Am selben Tag lag die Steigerung des Ad Spends bei + 645 %*.

  • Danach folgen – auch jeweils mit dem höchsten Umsatzsprung am ersten Deal-Tag – der britische Amazon-Marktplatz mit durchschnittlich + 765 %* Ad Sales, der deutsche mit 588 %* Ad Sales und der italienische mit + 517 %* Ad Sales.

  • Auf dem französischen Amazon-Marktplatz wurde im Vergleich der kleinste Umsatzanstieg erzielt: Hier waren es am ersten Prime Day “nur” durchschnittlich 338 %* mehr Ad Sales.

*im Vergleich zu einem durchschnittlichen Tag im Juni 2023

Schon gewusst?

Die weltweit getätigten Online-Ausgaben im Zuge des Amazon Prime Day nehmen von Jahr zu Jahr zu. Während es zum Prime Day im Jahr 2015 nur 0,9 Mrd. US-Dollar waren, sind es 7 Jahre später ganze 12 Mrd. US-Dollar. Und auch in diesem Jahr konnte Amazon wieder einen neuen Rekord verzeichnen: Allein US-amerikanische Shopper gaben an beiden Prime Day Tagen 12,7 Mrd. US-Dollar aus.

Remdash: Buybox-Share-Widget

Wie Ankerkraut mit Remdash den Buybox-Share erhöht, zusätzliche Umsätze sichert und gleichzeitig Zeit spart.

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Top 5 Amazon Keywords

Dies sind die Top 5 meistgesuchten Keywords nach Ländern vom 09. Juli bis 15. Juli 2023.

Der Prime Day am 11. und 12. Juli ließ vor allem die Suche nach Amazon-Technik-Gadgets wie Alexa oder Kindle steigen. Weiterhin hoch im Kurs sind Ventilatoren und Klimaanlagen in Deutschland, Frankreich, Italien und vor allem in Spanien. Zudem stieg die Beliebtheit von Heißluftfritteusen in den USA, Großbritannien und Italien.

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