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Start von "Amazon Style"& Ende von "Sold by Amazon"

VERÖFFENTLICHT
MAR 02, 2026 - 4 MIN LESEN
Start von "Amazon Style"& Ende von "Sold by Amazon"

Letztes Jahr ist Amazon zum größten Fashion-Retailer in den USA geworden, jetzt will der Konzern seinen Vorsprung mit dem ersten “Amazon Style”-Shop auch offline weiter ausbauen. Vermutlich steckt dahinter zusätzlich der Plan, die “Amazon Go”-Technologie auch für eine neue Branche zu testen und sie dann später lizenzieren zu können. Andere Programme stellt der Internet-Riese dagegen ein. Unter dem Namen “Sold by Amazon” erfolgten mutmaßlich illegale Preisabsprachen – zum Nachteil der Kunden und letztlich auch der teilnehmenden Händler – und das so genannte “Ambassador”-Programm für Mitarbeiter brachte wohl mehr Spott als positive PR ein. Darüber hinaus gibt es einige wichtige Plattform-Updates wie die Möglichkeit des A/B Testing von A+ Content für Vendoren. Diese sind wie immer hier im Newsletter unter unserer Rubrik “Das finden wir wichtig” zusammengefasst. Wir möchten an dieser Stelle gerne auch noch einmal zur Teilnahme an unserer Amazon Merchant Survey 2022 aufrufen. Hier geht’s zur Umfrage – weiter unten gibt es auch noch einmal die Ergebnisse der Survey aus dem letzten Jahr.

Updates: Amazon

“Amazon Style”: Erstes Modegeschäft wird in den USA eröffnet

Amazon hat angekündigt, dieses Jahr ein physisches Modegeschäft „Amazon Style“ mit Damen- und Herrenmode in Los Angeles zu eröffnen. In dem Geschäft werden nur „Ausstellungsstücke“ gezeigt: Kunden können über ihr Smartphones Größen, Farben, Produktbewertungen und andere Informationen abrufen. Außerdem kann der gewünschte Artikel direkt zur Kasse oder in die Umkleidekabine bestellt werden. Diese sind mit Touch-Display ausgestattet, um weitere Artikel anzufordern.

Geänderte Versand- und Verkaufsgebühren für Seller

Amazon hat angekündigt, einige Gebühren für Seller anzuheben. Dabei handelt es sich unter anderem um höhere Versandgebühren bei Standard-Paketgrößen, neue Gewichtsklassen für Pakete und höhere monatliche Lagergebühren für FBA-Seller. Die Änderungen sollen zum Großteil am 31.03.2022 in Kraft treten, Amazon nennt als Grund steigende laufende Betriebskosten. Aus unserer Sicht könnte dies ein weiterer Punkt sein, sich eingehender mit dem FBM-Seller-Modell zu beschäftigen.

Mutmaßlich illegales Programm “Sold by Amazon” eingestellt

Nachdem Amazon wegen vermeintlicher Preisabsprachen verklagt wurde, muss der Konzern nun neben der Beendigung seines “Sold by Amazon”-Programms auch 2,25 Mio. US-Dollar Strafe zahlen. Das “invitation-only”-Programm übernahm als bequeme Lösung für Verkäufer die Preisoptimierung und garantierte einen Mindestpreis. Amazon wird vorgeworfen, Verkäufer dadurch gleichzeitig daran gehindert zu haben, die Preise von Amazons eigenen Marken zu unterbieten – und so selbst immer den niedrigsten Preis anzubieten.

Höhere Preise für Amazon Prime?

Nach Angaben ehemaliger Amazon-Mitarbeiter und Wall-Street-Analysten könnte es noch in diesem Jahr zu Preissteigerungen für Prime-Mitglieder in den USA kommen. Kostete die Mitgliedschaft mit Einführung des Dienstes im Jahr 2005 noch $79 im Jahr, waren es in 2018 bereits $119. Gründe für einen weiteren Preisanstieg seien vor allem die aktuelle Inflation, Lieferkettenprobleme sowie steigende Investitionen in neue Dienstleistungen. Vermutlich dürfte die Preiserhöhung von Amazons Video-Streaming-Konkurrent Netflix in der Hinsicht ebenfalls eine Rolle spielen.

Amazon beendet umstrittenes Mitarbeiter Program

In verschiedenen Ländern bezahlte Amazon Mitarbeiter in seinen Lagern dafür, als “Ambassador” positive Tweets über das Unternehmen und die Arbeitsbedingungen zu schreiben. Bereits 2019 löste die Kampagne einige Gegenreaktionen aus, nachdem Tweets der “Amazon-Botschafter” viral gegangen waren. Der Stopp des Programms wird offiziell mit zu geringer Reichweite begründet – vermutlich bewirkten die Posts mittlerweile aber auch eher das Gegenteil von positiver PR.

Updates: E-Commerce

Deutscher E-Commerce ist 2021 um 19% gewachsen

Der Brutto-Umsatz des E-Commerce in Deutschland ist im Jahr 2021 um 19% im Vergleich zum Vorjahr gewachsen – eine erneute Steigerung von des 15%-Wachstums in 2020. Ein Trend, den der BEVH für das vergangene Jahr hervorhebt: Mehr als die Hälfte der Umsätze wurden über Online-Marktplätze generiert, die mit 20% Umsatzwachstum über dem Durchschnittswert lagen.

US-Einzelhändler erwarten 6% mehr Retouren im vergangenen Jahr

Die Retouren im amerikanischen Einzelhandel sind von 10,6% im Jahr 2020 auf durchschnittlich 16,6% im Jahr 2021 gestiegen, wobei einige Kategorien wie Bekleidung mehr Retouren verursachten als andere. Die Frage, was mit den unerwünschten Bestellungen geschehen soll, hat zu neuen Ansätzen wie einer virtuellen Umkleidekabine (Walmart) oder Online-Verkaufsstellen (Best Buy) geführt. Unsere Empfehlung: Durch die smarte Nutzung von Reviews können Händler Retouren vorbeugen.

Das finden wir wichtig

A/B Testing von A+ Content ist für Vendoren jetzt auch auf den europäischen Amazon-Marktplätzen verfügbar. Bisher gab es das Feature in den europäischen Kernmärkten Deutschland, UK, Spanien, Frankreich und Italien nur für Seller. Die Anwendung scheint so kurz nach dem Launch aber noch ein wenig holprig zu sein.

In Amazons Seller Central ist es jetzt möglich, unter dem Tab “Kundenrezensionen” Kontakt zu Käufern aufzunehmen, die eine negative Bewertung hinterlassen haben. Es gibt die Wahl zwischen “Erstattung aus Kulanz” und “Kundenservice”, ein individueller Text kann nicht eingefügt werden. Dies ist die erste neue Möglichkeit für Seller, wieder auf Kundenrezensionen zu antworten.

Ab sofort sind Deal-Widgets auf Sponsored Brand-Anzeigen auch bei der Verwendung eines Lifestyle Images immer sichtbar. Bisher wurden Deals in der Kombination mit einem Lifestyle-Bild nicht angezeigt bzw. das Feature von Amazon lediglich getestet.

Remdash: Suppressed ASINs

Mit Remdash können sogenannte “Suppressed ASINs” identifiziert werden – also Produkte, die diesen Kriterien entsprechen:

  • es gibt für das Produkt einen verfügbaren Bestand, der in Brand Analytics angezeigt wird

  • in der Buybox wird das Produkt als “Vorübergehend nicht auf Lager” oder “derzeit nicht verfügbar” angezeigt

Interesse an Remdash? Einfach hier klicken und eine persönliche Produkt-Demo mit unserem Team vereinbaren.

Top 5 Amazon Keywords

Dies sind die Top 5 meistgesuchten Keywords nach Ländern vom 23. bis 29. Januar 2022. Corona-verwandte Keywords sind rot markiert.

In den meisten untersuchten Ländern stehen Gesichtsmasken zum Schutz vor Corona noch immer hoch im Kurs. In den USA und UK bereiten sich die Amazon-Käufer zudem auf den Valentinstag am 14. Februar vor.